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Gründung : 15. Juli 1992
staatliche Anerkennung : 1994 - nach dem neuen Weiterbildungsgesetz: 1996

Mitgliedsorganisationen:

Mitgliederzahl (2000) 55, davon sind 9 Frauenprojekte

Regionalvereine: 

  • Rhein-Hunsrück e.V. 
  • Rheinhessen e.V. 
  • Pfalz e.V. 
  • Eifel - Mosel e.V. 
  • Westerwald e.V. 

Zweck und Ziele

"Zweck des Vereins ist die Förderung ökologischen Bewußtseins, von Friedensbereitschaft, der gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen und Männern und lebendiger Demokratie durch Bildungsarbeit in Gesellschaft und Politik. Dies soll auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene erfolgen, mit dem Ziel, ein an ökologischen, sozialen, emanzipatorischen, basisdemokratischen, gewaltfreien und feministischen Grundsätzen orientiertes Gesellschaftssystem zu verwirklichen.

Der Vereinszweck soll durch ein regionenspezifisches Angebot der Jugend- und Erwachsenenbildung erreicht werden. Dabei umfaßt die außerschulische Weiterbildung gleichrangig die Bereiche der allgemeinen, politischen, kulturellen, sozialen und beruflichen Weiterbildung." (Satzung der LAG al)

Inhaltliche Schwerpunkte:

Eine feministische Ausrichtung der Bildungsangebote (die frauenbewegteste aller LO´s) gehört neben ökologischen und gesellschaftlichen Zielsetzungen zu den satzungsmäßigen Grundsätzen. Neun der 55 selbstverwalteten Bildungsinitiativen sind Frauenprojekte. Dazu gehören Frauenzentren, Frauenbildungsvereine und das Frauenlandhaus Charlottenberg. Aber auch die Mehrzahl der anderen machen regelmäßig Angebote nur für Frauen. 1996 waren 76,9% der TeilnehmerInnen an Veranstaltungen Frauen. Die Veranstaltungen boten u.a. folgendes: berufsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen, Rhetorikkurse, das Erlernen von Durchsetzungsstrategien, Auseinandersetzungen mit der gesellschaftlichen Partizipation von Frauen, offene Gesprächskreise, Lesungen Tagungen u.v.m. Kategorien wie Betroffenheit, Parteilichkeit, Alltagsbezug, Solidarität, Handlungsfreiheit und Selbstbestimmung sind Leitlinien. In einer Untersuchung an Teilnehmerinnen von Erwachsenenbildung hat U. Heuer herausgefunden, daß Frauen bei ihrer individuellen Suche und Identitätsbildung ganz automatisch bei feministischen Fragestellungen ankommen, auch bei Kursen, die methodisch und didaktisch nicht an geschlechtsspezifischer Betroffenheit anknüpfen. Diese Erkenntnis berücksichtigt "anderes lernen" in der Bildungsarbeit. 

Weitere Themenschwerpunkte kreisen um Gesundheit, Ökologie, Frieden und gesellschaftliche Themen (Randgruppen, Migranten...), wobei jede der bildungsinitiativen eigene Schwerpunkte haben kann. (Die Programme basieren auf den Überzeugungen derer, die beteiligt sind und z.T. auf ihren Fähigkeiten.)

Unterschiede/Abgrenzungen:

Es handelt sich bei der Landesorganisation "anderes lernen" um eine Kooperation von freien und alternativen Kultur- und Bildungsinitiativen mit lokaler und z.T. Überegionaler Bedeutung, die gesellschaftskritischen Strömungen entspringen. (z.B. entstand der Verein Leben und Kultur e.V./ Haus am Westbahnhof im Zeitgeist der 68er- grundsätzlicher Kritik an der Bildungspolitik). Sie können und wollen sich traditionellen Angeboten nicht zuordnen, möchten Alternativen anbieten und sein. (Das leiten, was andere nicht leisten.)

Die Konsequenz ist, daß herkömmliche Finanzierungsmöglichkeiten für Weiterbildungsinstitute lange Zeit und z.T. bis heute nicht zu Verfügung stehen. Eine Besonderheit ist auch die feministische Ausrichtung der Bildungsangebote. Trotz des organisierten Eigenlebens der einzelnen Initiativen wird inhaltlich zusammengearbeitet: Manchmal bietet die gleiche ReferentIn das gleiche Thema bei verschiedenen Initiativen an.

Ideologie/ Ideen/ Konzepte

Viele der zusammengeschlossenen Initiativen beanspruchen zur Kennzeichnung ihrer Arbeit den Begriff "Soziokultur". Die klassische Umschreibung von soziokultureller Arbeit beinhaltet die gegenseitige Beeinflussung von Kultur-, Sozial-, und Bildungsarbeit. Das Ziel der LAG al ist es, den soziokulturellen Anspruch in der Bildungsarbeit mit Leben zu erfüllen. In der Integration allgemeiner, politischer, kultureller, sozialer und beruflicher Weiterbildung sieht die LAG al eine wesentliche Erweiterung der Angebotstrukturen in der rheinland-pfälzischen Weiterbildungslandschaft. Der Anspruch des "anderen lernens" verdeutlicht sich auch in Neukonzeptionen von Veranstaltungsformen. Es geht um kreative, kommunikative und innovative Weiterbildungsveranstaltungen, die Spaß machen.

Angebote

Die Themen sind sehr vielfältig und kommen mehr aus der alternativen Richtung. Schon den Namen der verschiedenen Bildungsinitiativen kann man teilweise den jeweiligen Schwerpunkt entnehmen. Die Angebote reichen von beruflicher Fortbildung (Computerkurs für Frauen) über Workshops zu künstlerischen Themen, esotherischen Seminaren bis zu Trauerarbeit und Zukunftswerkstatt. Angeboten werden ökologische und politische Themen wie auch gesundheitliche und vieles mehr. Die LAG anderes lernen und die einzelnen Initiativen bemühen sich um eine ansprechende, zeitgemäße, etwas andere Gestaltung der Weiterbildungsmagazine. Auf der vorletzten Seite der Weiterbildungsmagazine wird jeweils eine der angeschlossenen Bildungsinitiativen vorgestellt.